Zum Inhalt springen

Rechenzentrum-Sicherheit: physischer Zutritt, Zonen und Protokollierung

Ein Rechenzentrum wird durch Zonen in Schichten geschützt: Jede Schicht hat ihre eigene Kontrolle, und der Zutritt zu einer öffnet nie die nächste. Jede Person wird gegen eine vorab freigegebene Liste geprüft, Besucher und Dienstleister werden auf dem ganzen Weg begleitet, physische Barrieren wie Personenschleusen und Drehkreuze verhindern das Mitlaufen hinter anderen, und jeder Zutritt, Austritt und jede Abweichung hinterlässt ein Protokoll, das dem Audit des Kunden standhält.

Aktualisiert: 6 Min. LesezeitQuellen: 3

Wie werden Zutrittszonen in einem Rechenzentrum aufgebaut?

In konzentrischen Schichten, vom Perimeter bis zum Rack des Kunden, mit eigener Kontrolle an jeder Grenze. Jede Person erhält nur Zutritt zu den Zonen, die sie braucht, und nur so lange, wie sie sie braucht.

  1. Perimeter: Zaun, Fahrzeugtor, Kontrolle vor dem Gebäude.
  2. Gebäudeeingang: Sicherheitsempfang, Identitätsprüfung, Ausgabe eines Ausweises.
  3. Innenbereiche: Flure, Anlieferung, Büros, Zutritt nach Rolle.
  4. Serverräume: eingeschränkte Liste, kontrollierter Zutritt einzeln.
  5. Kundenracks oder Käfige: verschlossen, nur für die Personen, die der jeweilige Kunde benennt.

Kritische Technikräume – Elektroverteilung, Notstromaggregate, Kühlung, Carrier-Räume – bilden eine eigene Zone, weil ein Ausfall dort alles stoppt. Viele Kunden prüfen die physische Sicherheit gegen ihre eigenen Standards; fragen Sie von Anfang an schriftlich, welche Anforderungen den Sicherheitsdienst betreffen, damit das Protokoll sie belegt.

Wie wird die Identität am Eingang eines Rechenzentrums geprüft?

Niemand kommt hinein, nur weil er eine Karte hat: Die Person muss für diesen Tag und diese Zone auf der Freigabeliste stehen, und ihre Identität wird mit einem amtlichen Dokument abgeglichen. Der Kunde legt die Liste fest; der Sicherheitsmitarbeiter prüft und protokolliert.

  1. Der Kunde oder Betreiber gibt vorab frei, wer kommt, wann und in welche Zonen.
  2. Am Eingang prüft der Sicherheitsmitarbeiter ein Ausweisdokument gegen die Liste.
  3. Ein Ausweis wird nur für die freigegebenen Zonen und den freigegebenen Zeitraum ausgegeben.
  4. Was nicht passt – anderer Tag, andere Zone, unbekannte Person – wird angehalten und mit dem Ansprechpartner des Kunden geklärt.
  5. Beim Verlassen wird der Ausweis zurückgegeben und der Austritt protokolliert.

Der Sicherheitsmitarbeiter entscheidet nicht, wer berechtigt ist. Er prüft gegen das, was der Kunde schriftlich freigegeben hat, und protokolliert jede Abweichung.

In den Unternehmensgebäuden, die OVIT schützt, teilen Empfang, Gastgeber und Sicherheit eine einzige kontrollierte Anfrage, und der Sicherheitsmitarbeiter gewährt, beschränkt oder verweigert den Zutritt mit vollem Kontext (Unternehmenssicherheit).

Wie werden Besucher und Dienstleister im Rechenzentrum begleitet?

Wer nicht für unbegleiteten Zutritt freigegeben ist, wird auf dem ganzen Weg von einer benannten Person begleitet, und nur in den Zonen des Arbeitsauftrags. Die Begleitung wird vom Eintritt bis zum Austritt protokolliert.

  • Arbeitsauftrag: welche Arbeit, welche Zone, welches Rack, welche Uhrzeit, wer hat freigegeben.
  • Begleitperson: vorab benannt, bleibt beim Besucher und lässt ihn nie allein im Serverraum.
  • Ausrüstung: Was hinein- und hinausgeht – Werkzeug, Geräte, Speichermedien – wird nach dem Verfahren des Kunden erfasst.
  • Anlieferungen: an der Anlieferung angenommen und mit der erwarteten Sendung abgeglichen, bevor etwas in die inneren Zonen gelangt.

Begleitung scheitert, wenn niemand klar verantwortlich ist. Halten Sie sie in der Dienstanweisung fest: wer begleitet, was zu tun ist, wenn der Besucher woandershin will, und wen man informiert.

Was sind Personenschleusen und Drehkreuze, und warum nutzen Rechenzentren sie?

Eine Personenschleuse ist eine kleine Kabine mit zwei Türen, die nie gleichzeitig öffnen, sodass die Person dazwischen geprüft wird; ein Drehkreuz lässt eine Person pro Ausweis durch. Beide verhindern Tailgating – das Mitlaufen hinter jemandem, der geöffnet hat –, ersetzen aber nicht den Menschen, der Abweichungen bearbeitet.

  • Personenschleuse: Die zweite Tür öffnet erst, wenn die erste geschlossen und die Person geprüft ist.
  • Drehkreuz: ein Durchgang pro Ausweis, meist am Gebäudeeingang.
  • Anti-Passback: Ein Ausweis öffnet denselben Zugang nicht erneut, solange kein Austritt erfasst ist.
  • Türalarme: Eine offen gehaltene oder aufgebrochene Tür alarmiert sofort jemanden, der reagiert.

Jede physische Barriere erzeugt Alarme. Reagiert niemand darauf, werden Türen aufgekeilt, und das System verliert seinen Wert.

Welche Protokollierung braucht ein Rechenzentrum für Kundenaudits?

Jeden Zutritt, Austritt, jede Ausweisausgabe, Begleitung, Abweichung und jeden Alarm, mit Uhrzeit, Person, Zone und Entscheidung. Zutrittskontrollsystem, Empfangsbuch und Video müssen dieselbe Geschichte erzählen.

  • Zutritt: wer, wann, welche Zone, welcher Ausweis, auf wessen Freigabe.
  • Besucher: Arbeitsauftrag, Begleitperson, Ein- und Austrittszeiten, Ausrüstung.
  • Abweichungen: was nicht passte, wer informiert wurde, wer entschieden hat.
  • Alarme: Türen, Aufbruch, Tailgating, und die Maßnahme danach.
  • Regelmäßige Prüfung: aktive Ausweise mit der Liste des Kunden abgleichen und nicht mehr benötigte sperren.

Für Video gelten Grenzen: Löschung spätestens nach 15 Arbeitstagen, wenn nichts passiert; Aufnahmen eines Vorfalls gegen das Unternehmen bis zu 30 Tage, eines Vorfalls mit Dritten bis zu 3 Monate (Richtlinie 1/2011, Art. 8). Hinweisschilder stehen vor dem Erfassungsbereich (Art. 12). Die griechische Datenschutzbehörde stellt klar, dass Videoüberwachung nicht zur Überwachung oder Bewertung von Beschäftigten dienen darf (Art. 27 Gesetz 4624/2019). Mehr im Leitfaden zu Videoüberwachung und DSGVO.

Wie wird ein Sicherheitsvorfall im Rechenzentrum bearbeitet?

Mit einem vorab geschriebenen Ablauf für jede Art von Vorfall: wer alarmiert wird, wer entscheidet, welche Zone gesperrt wird und was protokolliert wird. Der Sicherheitsmitarbeiter improvisiert nicht; er folgt dem Ablauf und informiert den Ansprechpartner des Kunden.

  • Tür aufgebrochen oder offen: hingehen, Zone prüfen, melden, protokollieren.
  • Unbekannte Person in einer Zone: prüfen, aus der Zone begleiten, Kunden informieren.
  • Tailgating: Person ausfindig machen, prüfen, melden.
  • Räumungsalarm: das Räumungsverfahren des Gebäudes, mit Zählung am Sammelplatz.
  • Medizinischer Notfall: Hilfe rufen und Rettungskräfte durch die kontrollierten Zonen führen.

OVIT arbeitet mit geübten Einsatzabläufen für Brand, medizinische Notfälle und Eindringen, mit vorab abgestimmter Verbindung zu den Rettungsdiensten, und in der Einsatzzentrale antwortet ein echter Mensch. Der Kunde sieht Vorfälle und Berichte in einem Live-Bild über die Guardly-Plattform.

Alle in der Schicht haben eine persönliche Arbeitserlaubnis der Kategorie A oder B, fünf Jahre gültig (Gesetz 2518/1997, Art. 3) – lassen Sie sich die Nummern geben. Den Aufbau eines Berichts zeigt der Leitfaden zum Vorfallbericht. Fordern Sie ein Angebot an für Ihr Rechenzentrum.

Auf einen Blick

  • Zonen in Schichten: Der Zutritt zu einer Schicht öffnet nie die nächste.
  • Niemand kommt nur mit einer Karte hinein; nötig sind Freigabe für Tag und Zone und eine Identitätsprüfung.
  • Besucher und Dienstleister werden von einer benannten Person begleitet, nur in den Zonen des Arbeitsauftrags.
  • Schleusen und Drehkreuze verhindern Tailgating, aber jeder ihrer Alarme braucht jemanden, der reagiert.
  • Zutrittssystem, Empfangsbuch und Video müssen beim Kundenaudit dieselbe Geschichte erzählen.

Häufige Fragen

Welche Standards muss der Sicherheitsdienst im Rechenzentrum einhalten?

Das legt der Kunde fest: Viele Rechenzentren werden gegen eigene Standards oder die Anforderungen ihrer Kunden geprüft. Fragen Sie schriftlich, welche Anforderungen die physische Sicherheit betreffen; der Sicherheitsdienst muss Protokolle führen, die sie belegen.

Was ist Tailgating und wie verhindert man es?

Tailgating ist das Mitlaufen hinter jemandem, der eine Tür berechtigt geöffnet hat. Es wird durch Schleusen oder Drehkreuze mit einer Person pro Ausweis verhindert, durch Türalarme und durch einen Sicherheitsmitarbeiter, der auf jeden Alarm reagiert.

Dürfen die Kameras im Rechenzentrum das Personal überwachen?

Nein. Die griechische Datenschutzbehörde stellt klar, dass Videoüberwachung nicht zur Überwachung oder Bewertung von Beschäftigten dienen darf (Art. 27 Gesetz 4624/2019). Kameras schützen Räume und Anlagen.

Quellen

Jeder rechtliche oder lohnbezogene Punkt in diesem Ratgeber wurde anhand der folgenden amtlichen Quellen geprüft.

  1. Αρχή Προστασίας Δεδομένων Προσωπικού Χαρακτήρα — Βιντεοεπιτήρηση: εισαγωγή (Οδηγία 1/2011, GDPR, ν. 4624/2019 άρθρο 27)Geprüft
  2. Οδηγία 1/2011 της ΑΠΔΠΧ για τη χρήση συστημάτων βιντεοεπιτήρησης — άρθρα 8 (χρόνος τήρησης) και 12 (ενημέρωση με πινακίδες)Geprüft
  3. Ν. 2518/1997 (ΦΕΚ Α΄ 164) — κωδικοποιημένο κείμενο, Ελληνική Αστυνομία: άρθρο 3 (άδεια εργασίας προσωπικού ασφαλείας)Geprüft

Sollen wir uns Ihr Objekt ansehen?

Sprechen Sie mit dem OVIT-Einsatzteam — ein Mensch antwortet.

Angebot anfordern