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Alarm und Polizei: der Ablauf Schritt für Schritt

Löst in einem Betrieb der Alarm aus, ist die richtige Reihenfolge: verifizieren (Kamera, zweite Zone, Anruf beim Schlüsselträger), entscheiden (echtes Ereignis oder nicht), die Polizei unter 100 oder 112 rufen, sobald es Anzeichen eines echten Einbruchs oder einer Gefahr für Menschen gibt, und vor Ort reagieren mit Wachkraft und Schlüsselträger. Die Interventionskraft ist nicht die Polizei: Sie wartet draußen, beobachtet, meldet und weist die Beamten bei ihrer Ankunft ein. Danach folgen Bericht, Scharfschalten erst nach Sicherung des Objekts und die Suche nach der Ursache. All das muss vor dem ersten Signal schriftlich feststehen.

Aktualisiert: 6 Min. LesezeitQuellen: 2

Was passiert in den ersten Minuten, wenn im Betrieb der Alarm auslöst?

Das Signal erreicht die Notruf- und Serviceleitstelle, der Operator verifiziert es und startet den schriftlichen Ablauf des Objekts: wen er benachrichtigt, wen er schickt und wann er die Polizei ruft. Dieser Ablauf wird vorher festgelegt, nicht um 3 Uhr nachts.

Wie das Signal vom Melder zur Leitstelle gelangt und wie man verifiziert, erklärt der Ratgeber zu Alarmanlage und Leitstelle. Hier geht es darum, was jemand nach dem Signal entscheidet, und in welcher Reihenfolge:

  1. Verifizieren: Bild der Kamera in der Zone, eine zweite ausgelöste Zone, Anruf beim Schlüsselträger mit Kennwort.
  2. Entscheiden: echter Einbruch, Mensch in Gefahr, Störung oder Bedienfehler?
  3. Polizei rufen: bei Anzeichen eines echten Ereignisses, durch die Rolle, die der Ablauf festlegt.
  4. Vor Ort reagieren: Wachkraft oder Streife und Schlüsselträger, mit vereinbartem Treffpunkt.
  5. Abschließen: Bericht, Objekt sichern, scharfschalten, Ursache.

Ein Überfallsignal oder jedes Anzeichen, dass ein Mensch in Gefahr ist, wartet nicht auf die Verifizierung: Hilfe wird sofort gerufen. Die Verifizierung soll Fehler aussortieren, nicht echte Ereignisse verzögern.

Wann sollte ich nach einem Alarm die Polizei rufen?

Rufen Sie die Polizei, sobald es ein Anzeichen eines echten Einbruchs oder einer Gefahr für Menschen gibt: ein Eindringling im Bild, ein aufgebrochener Zugang, nacheinander auslösende Innenzonen, ein Überfallsignal. In Griechenland nimmt die Polizei Anrufe für ein sofortiges Eingreifen unter 100 und über die 112 entgegen.

Die 100 ist die Leitung der griechischen Polizei («Άμεση Δράση», Sofortintervention) für ein sofortiges polizeiliches Eingreifen in jeder Präfektur, rund um die Uhr. Die 112 ist die einheitliche europäische Notrufnummer, kostenlos, und alarmiert alle beteiligten Stellen zugleich – hilfreich, wenn zu einem Einbruch eine Verletzung oder ein Brand kommt.

  • Sofort anrufen: eine Person im Inneren zu sehen, Glasbruchgeräusch, Überfallsignal, nacheinander auslösende Innenzonen, eine Wachkraft, die einen aufgebrochenen Zugang sieht.
  • Erst verifizieren: eine einzelne Zone ohne Bild, eine Zone mit bekannten Störungen, ein Signal direkt nach Ladenschluss.
  • Nie ohne Kontrolle abschließen: Liefert die Verifizierung kein klares Bild, prüft ein Mensch das Objekt von außen, bevor der Alarm als Fehlalarm gilt.

Schreiben Sie in den Ablauf, wer die Polizei ruft: der Operator der Leitstelle, die Wachkraft oder der Schlüsselträger. Zwei Anrufe zum selben Ereignis stiften Verwirrung; gar kein Anruf, weil jeder dachte, der andere habe angerufen, ist schlimmer.

Was sage ich der Polizei, wenn ich wegen eines Alarms anrufe?

Nennen Sie zuerst die Adresse und was Sie verifiziert haben, dann, ob jemand im Gebäude ist und wer von Ihrer Seite vor Ort ist oder sein wird. Ein kurzer, präziser Anruf hilft mehr als ein langer.

  1. Wo: genaue Adresse, Zufahrt, über die man kommt, ein Orientierungspunkt, wenn das Objekt außerhalb liegt.
  2. Was: welche Zone oder Kamera, was zu sehen war, wann. „Wir sehen zwei Personen im hinteren Lager“ statt „Der Alarm geht“.
  3. Wer ist drinnen: ob Mitarbeitende, Reinigungskräfte oder eine Wachkraft im Objekt sein könnten.
  4. Wer von Ihnen: Interventionskraft und Schlüsselträger – wo sie warten, woran man sie erkennt, wann sie eintreffen.
  5. Kontakt: eine Nummer, die erreichbar ist und die Polizei informiert, wenn sich etwas ändert.

Notieren Sie die Uhrzeit des Anrufs und was man Ihnen gesagt hat. Sie brauchen beides für den Vorfallbericht, der auch erklärt, wie man einen Vorfall an die Polizei übergibt.

Wer ist der Schlüsselträger und was macht er?

Der Schlüsselträger ist die Person des Betriebs, die bei jedem Alarm benachrichtigt wird, sich per Kennwort bestätigt, der Polizei oder der Wachkraft aufschließt und danach über das Objekt entscheidet. Sie brauchen mindestens zwei, in fester Reihenfolge.

  • Eine Liste mit Reihenfolge: zwei oder drei Namen, Handynummern, die nachts erreichbar sind, und jemand, der die Liste aktualisiert, wenn Personen gehen oder Nummern wechseln.
  • Kennwort: ein Kennwort, das den echten Schlüsselträger von irgendwem am Telefon unterscheidet, und ein Bedrohungswort, falls Sie eines verwenden.
  • Schlüssel und Codes: wer sie hat, wo sie aufbewahrt werden, wer sie der Interventionskraft übergibt, falls vereinbart.
  • Eigene Sicherheit: Der Schlüsselträger betritt ein Objekt mit Einbruchsspuren nicht allein; er wartet am Treffpunkt auf Wachkraft oder Polizei.
  • Entscheidungen danach: Scharfschalten, Notsicherung eines aufgebrochenen Zugangs, Techniker rufen, Versicherer informieren.

Das häufigste Versagen ist nicht technisch: Es ist eine Kontaktliste mit jemandem, der den Betrieb vor einem Jahr verlassen hat. Prüfen Sie die Liste bei jedem Personalwechsel.

Was tut die Interventionskraft bei einem Alarm – und was nicht?

Die Interventionskraft trifft ein, prüft das Objekt von außen, beobachtet, meldet an die Leitstelle und wartet auf die Polizei, die sie bei der Ankunft einweist. Sie betritt ein Objekt mit Einbruchsspuren nicht allein und verfolgt niemanden.

Eine Wachkraft ist nicht die Polizei. Ihr Wert bei einem Alarm: Sie ist Augen vor Ort und kennt das Objekt. Die Postenanweisungen sollten das ausdrücklich festhalten:

  • Tut: nähert sich vorsichtig, geht außen herum, prüft Türen, Fenster, Rollläden und Zaun aus sicherer Entfernung.
  • Tut: meldet der Leitstelle sofort, was sie sieht – offener Zugang, eingeschlagene Scheibe, Fahrzeug, Personen – als Beschreibung, nicht als Vermutung.
  • Tut: wartet an einer sichtbaren Stelle auf die Polizei, gibt ihr das Lagebild und zeigt Zugänge und Wege.
  • Tut: lässt den Ort, wie er ist, berührt keine Spuren und hält Uhrzeiten und Beobachtungen fest.
  • Tut nicht: betritt ein Objekt mit Einbruchsspuren nicht allein, verfolgt niemanden und stellt sich niemandem entgegen.

Eine Wachkraft, die nachts allein ausrückt, braucht selbst Schutz: ständigen Kontakt zur Leitstelle und klare Grenzen. Siehe den Ratgeber zur Sicherheit von Alleinarbeitenden und, ob ein fester Posten oder eine Streife passt, stationäre Bewachung oder mobile Streife. Videofernüberwachung kann ein Bild liefern, bevor ein Mensch eintrifft, ersetzt ihn aber nicht.

Was passiert nach einem Alarm?

Drei Dinge, in dieser Reihenfolge: Das Objekt wird gesichert, bevor es wieder scharf geschaltet wird, ein Bericht hält die ganze Geschichte des Ereignisses fest, und die Ursache wird gefunden – ob Einbruch oder Fehlalarm.

  1. Sichern: Wurde ein Zugang aufgebrochen, bleibt das Objekt nicht offen; jemand bleibt, bis repariert oder notgesichert ist.
  2. Scharfschalten: erst nach Kontrolle des Objekts, auf Entscheidung des Schlüsselträgers, mit Meldung an die Leitstelle, welche Zonen nicht scharf gehen.
  3. Kamerabilder: Der betreffende Ausschnitt wird gesichert, denn die reguläre Löschung wartet nicht; siehe wie lange Aufnahmen gespeichert werden.
  4. Bericht: Signal, Verifizierung, Anrufe mit Uhrzeit, Befund, wer kam, wann abgeschlossen wurde.
  5. Ursache: Einbruch, Bedienfehler, Störung oder schlecht platzierter Melder. Ein ungeklärter Fehlalarm kommt wieder.

Für die Entscheidungen der ersten Stunde, wenn ein Ereignis zur Krise wird, siehe die ersten 10 Minuten einer Krise. Bei OVIT stehen Signal, Handeln der Wachkraft und Bericht im selben Bild auf der Guardly-Plattform, und in der Einsatzzentrale antwortet ein echter Mensch.

Auf einen Blick

  • Verifizieren, entscheiden, anrufen, reagieren, abschließen: Die Reihenfolge steht vor dem ersten Signal fest.
  • Ein Überfallsignal oder Gefahr für einen Menschen wartet nicht auf die Verifizierung: sofort 100 oder 112 rufen.
  • Legen Sie fest, wer die Polizei ruft und was er sagt: wo, was zu sehen war, wer drinnen ist, wer draußen wartet.
  • Die Interventionskraft wartet draußen, beobachtet, meldet und weist die Polizei ein; sie geht nicht allein hinein.
  • Danach: sichern vor dem Scharfschalten, ein Bericht mit Uhrzeiten und eine Ursache für jeden Alarm.

Häufige Fragen

Muss ich bei jedem Alarm die Polizei rufen?

Nicht bei jedem Signal, aber bei jedem Alarm mit Anzeichen eines echten Einbruchs oder einer Gefahr für Menschen. Signale ohne solche Anzeichen werden zuerst verifiziert; liefert das kein klares Bild, prüft ein Mensch das Objekt.

Welche Nummer rufe ich in Griechenland bei einem Einbruch an?

Die 100 («Άμεση Δράση»), die Leitung der griechischen Polizei für sofortiges Eingreifen in jeder Präfektur, oder die 112, die einheitliche europäische Notrufnummer, kostenlos.

Geht die Wachkraft hinein, bevor die Polizei da ist?

Nein, wenn es Einbruchsspuren gibt. Die Wachkraft prüft das Objekt von außen, meldet, was sie sieht, und wartet auf die Polizei, die sie bei der Ankunft einweist. Das gehört in die Postenanweisungen.

Quellen

Jeder rechtliche oder lohnbezogene Punkt in diesem Ratgeber wurde anhand der folgenden amtlichen Quellen geprüft.

  1. Ελληνική Αστυνομία — Άμεση Επικοινωνία: 100 «Άμεση Δράση», για άμεση αστυνομική επέμβαση σε κάθε νομόGeprüft
  2. Γενική Γραμματεία Πολιτικής Προστασίας — 112, ο ενιαίος ευρωπαϊκός αριθμός έκτακτης ανάγκηςGeprüft

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